Manifestation von Gedanken – Was ist eine Tulpa?

Wie Platon bereits wusste, stellen Ideen die eigentliche Wirklichkeit dar. Als Urbilder – oder maßgebliche Muster – sind sie Vorraussetzung für ihre Existenz. Der Begriff ‚Tulpa‚ ist tibetanisch und bezieht sich auf Wesen, die alleine durch eine Idee, Willenskraft und starken Glauben zur physischen Realität werden. Sie entstehen meist im gemeinsamen Kollektiv der Gedanken, kann jedoch auch aus dem Gedanken eines Individuums entspringen, falls der Wille stark genug ist.

Irische Kobolde? Sharktopoden? Ein Traumdate aus dem Internet mit korrekten Orthographie- und Interpunktionskenntnissen? Alles nur aufregende Fantasien? Nur möglich auf einem LSD Trip? Falsch.

Nicht nur Wunschdenken – sondern bald auch Realität.


Die Erschaffung von Tulpas lässt sich in 3 Phasen einteilen. Voraussetzung ist eine enorme Konzentration und Visualisierungsgabe. Es gibt jedoch Risiken, denn Tulpas, nachdem sie physische Gestalt angenommen haben, entwickeln einen eigenen Willen, neben dem natürlichen Bestreben weiterzuexistieren. Schon kleine Ablenkungen können das Ergebnis unwiderruflich verderben.

Phase 1:
Das Bild der Tulpa existiert als instabiler Gedanke. In diesem Zustand ist sie sehr veränderlich. Ihr Gedanke lässt sich am Besten mit einem Meißel vergleichen. Nun stellen Sie sich ein Stück Butter vor – das ist die Gestalt der Tulpa. Kleinster Konzentrationsmangel kann verheerende Wirkungen auf ihre Tulpa haben.

Phase 2:
Die Tulpa nimmt an feste Form an innerhalb der Gedankenwelt. Sie bildet ein eigenes Bewusstsein und kann als Einbildung auftauchen, niemals jedoch Auswirkungen auf die physische Welt haben. Man verwechselt sie des Öfteren in diesem Zustand mit Halluzinationen, zeigen sich meist nur denjenigen, die den Gedanken teilen.

Phase 3: 
Nun kann die Tulpa außerhalb der Gedankenwelt existieren. Dieser Zustand ist jedoch abhängig von ständiger Zufuhr von dem Glauben an die Tulpa. Versiegt der Strom, verliert die Tulpa wieder seine physische Gestalt.

Nach den Theorien der Tulpaerstellung können nun einige Phänomene erklärt werden, die vorher alleine durch Wissenschaft nicht erklärt werden können.
Die Existenz von Schnabeltieren, Ronald McDonald und Menschen, die beim Anblick von Babytieren nichts empfinden. Nichts.

Doch die Tulpa-Theorie wirft weitere Fragen auf, die schier unergründlich scheinen.
Was ist wenn alles was diese Welt ausmacht, nur ein Gerüst unserer Gedanken ist?
Was ist die Realität?
Sind wir etwa selbst das Konstrukt unserer Gedanken?

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4 Gedanken zu “Manifestation von Gedanken – Was ist eine Tulpa?

  1. Jetzt war ich doch etwas überrascht. Habe ich doch heute Morgen noch auf Wikipedia nach der Tulpa geschaut. Kein Begriff, den man all zu häufig dort eingibt, glaube ich. Schnabeltiere finde ich übrigens besser als Ronald McDonald.

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